Drei Stunden sind nicht genug: Bildungsproteste in Dêrik
Seit Beginn des neuen Schuljahres protestieren Schüler*innen und ihre Familien in Rojava, dem mehrheitlich kurdischen Teil des ehemaligen Selbstverwaltungsgebietes, gegen die Abschaffung des 2013 eingeführten Unterrichts in der kurdischen Muttersprache. Stattdessen soll der Unterricht nur noch auf Arabisch stattfinden, mit der Ausnahme von drei Unterrichtsstunden Kurdisch pro Woche.
Die Entscheidung des Bildungsministeriums der syrischen Übergangsregierung bedroht eine zentrale Errungenschaft der bisherigen Selbstverwaltung: die Möglichkeit, in der eigenen Muttersprache zu lernen. Die Protestierenden fordern die Rücknahme des Beschlusses und die Anerkennung des Kurdischen als gleichberechtigte Unterrichtssprache neben Arabisch.